Abenteuer Lesen
Die LesepatInnen sind eine von vielen Initiativen der Stadt Wien, um die Lesekompetenz der Kinder zu fördern. Das jüngste PISA-Ergebnis, bei dem Österreich insbesondere im Bereich der getesteten Lesekompetenz im letzten Viertel der untersuchten Länder liegt, nimmt die Stadt zum Anlass, diese Fähigkeit verstärkt zu fördern.
Lesen ist eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme am sozialen Leben und die Bewältigung des Alltags. Lesen schafft aber auch Freiräume, regt die Fantasie an, ermöglicht die Entdeckung fremder Welten und macht Spaß.
"Leselust von klein auf wecken"
Nicht jedes Kind ist eine geborene Leseratte. Aber es ist wichtig, das Leseinteresse möglichst früh und nachhaltig zu wecken. „Nur wer als Kind mit Freude liest, wird sein Leben lang begeistert lesen. Mit unseren Angeboten wollen wir die Leselust von klein auf wecken“, so Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch.
Lesefestivals wie „Literatur für junge LeserInnen“ Ende März oder „Wien liest“ Anfang Mai, Lesenächte und Lesewettbewerbe in den Schulen, Lesungen von AutorInnen oder Bücherbörsen sollen einen Beitrag zur Leseförderung leisten.
Nie zu jung zum "lesen"
Leseförderung beginnt nicht erst mit dem konkreten Erlernen des Lesens. Bereits im Babyalter können die Weichen für eine erfolgreiche „Lesekarriere“ gestellt werden. Es ist wichtig, viel mit Babys zu sprechen und mithilfe von Reimen, Gedichten, Fingerspielen und Musik die Voraussetzungen für Lesemotivation zu schaffen.
Kinder sind auch nie zu jung für einen Besuch in der Bücherei: In den 39 Zweigstellen der Büchereien Wien gibt es eine Menge robuster Bilderbücher für Kleinkinder. „Die kleine Raupe Nimmersatt“ und „Meine große kleine Welt“ können im wahrsten Sinn des Wortes „begriffen“ werden. Die Veranstaltungsreihe „Kirangolini“ in der Hauptbücherei widmet sich der Lesefrühförderung von Kindern ab dem ersten Lebensjahr.
Vorbildwirkung der Eltern
„Schon 15 Minuten gemeinsames Lesen am Tag hilft Kindern, mit Büchern vertraut zu werden“, so Beate Wegerer, zuständig für Kinderangebote der Büchereien Wien. Wenn Kinder ihre Eltern nicht lesen sehen und ihnen nicht vorgelesen wird, haben sie auch selbst keine Lust zu lesen. Vorlesestunden werden übrigens auch in etlichen Zweigstellen der Büchereien Wien angeboten.
Schmökern in den Büchereien
Nach Erstlesebüchern mit leicht verständlichen Geschichten „erlesen“ sich Kinder verschiedenste Genres. Besonders beliebt sind Krimis, Grusel-, Hexen- und Zaubergeschichten und – vor allem bei Mädchen – Pferdebücher. Mit Sicherheit muss nicht nur „hochwertige“ Literatur angeboten werden. Das pädagogisch wertvolle Buch bringt nichts, wenn es nicht gelesen wird.
Kinder sollten sich ihre Lektüre selbst aussuchen können. Wer begeistert unterhaltsames Lesefutter verschlingt, wird eher auch zu anderen Büchern greifen als jene, denen aufgrund zu hoher Anforderungen die Leselust vergangen ist.
Großes Angebot der Wiener Büchereien
Bei den Büchereien Wien kann aus dem Vollen geschöpft werden. Mehr als 300.000 Bücher für Kinder stehen zur Auswahl. Doch wie soll man in dieser Fülle an Medien genau jenes Buch finden, das zum (Weiter-)Lesen verleitet? Kompetente BibliothekarInnen helfen bei der Suche, beraten bei der Auswahl und beweisen jedem Kind, dass auch sein ganz persönliches Interessengebiet zwischen zwei Buchdeckeln zu finden ist.