Die wienXtra-spielebox
Sonnja Altrichter liebt Spiele. Kein Wunder, ist sie doch Spiele-Expertin. Die 37-jährige Wienerin leitet die wienXtra-spielebox in der Josefstadt.
Dort stehen Kindern und ihren Eltern rund 5.000 Brettspiele sowie unzählige Computerspiele zum Ausprobieren zur Verfügung. „Kinder spielen, was sie schätzen“, sagt die Expertin Sonnja Altrichter. „Wenn sie etwas Neues ausprobieren, haben sie auch die Chance, neue Fähigkeiten zu entdecken.“
Eine Sache, die Eltern einleuchtet. Doch beim Thema „Kinder am PC“, da sehen sie die Sache weniger entspannt. Denn in ihrer Kindheit hat man Fußball gespielt, ist Rad gefahren oder hat FreundInnen getroffen. Heute sitzen Kinder viel mehr vor dem Bildschirm.
Gezielte Auswahl
Doch viele Eltern finden sich im neuen Spiele-Universum ihrer Schützlinge noch nicht zurecht und fühlen sich oft überfordert. Ihnen empfiehlt die Pädagogin, sich mit der Spielleidenschaft und den Spielvorlieben der Kinder auseinanderzusetzen. „Lassen Sie sich erklären, worum es in den Spielen geht und warum Ihr Kind diese gerne spielt. Dadurch gewinnt Ihre Beziehung an gegenseitigem Vertrauen und Respekt.“
Gerade bei Computerspielen brauchen Kinder erwachsene Bezugspersonen, die sich um die gezielte Auswahl kümmern. Sonnja Altrichter: „Bei Kindern unter vier Jahren sage ich ganz klar: Hände weg von der Konsole! Die können im echten Leben noch so viel Neues entdecken und lernen.“ Die Expertin empfiehlt, bei der Auswahl der Spiele die Altersempfehlungen und auch das Können der Kinder einzubeziehen. „Wenn junge Kinder Games für ältere spielen oder solche, die bezüglich Bildsprache und Inhalt für eine andere Zielgruppe gemacht sind, überfordert sie das.“
Service der spielebox
Es gibt mittlerweile sehr viele PC-Spiele, die neue Erfahrungsräume eröffnen oder die Kreativität anregen. Shooter-Spiele, bei denen nur auf etwas geschossen wird, machen heute nur rund fünf Prozent des Angebots aus. Sonnja Altrichter: „Auch bei ,Mensch ärgere dich nicht‘ ist Gewalt ein Teil des Spiels. Eine Figur wird rausgeschmissen und muss zurück an den Start. Gewalt ist problematisch, wenn sie im Spiel zum Selbstzweck wird, aber auch wenn sich das Kind ängstigt, weil das Spiel zum Beispiel altersgemäß nicht geeignet ist.“
Als besonderen Service hat die spielebox eigene Workshops für Computer- und Konsolenspiele, bei denen die Kinder neue Spiele ausprobieren können.
Kompetente Beratung
Übrigens: Ein besonderer Service der wienXtra-spielebox ist die kompetente Beratung und Information über Computerspiele. Wenn es schwierig wird, erklären sie den Eltern auch die Spielregeln. Und die Frage, welche Spiele für welches Alter geeignet sind, wird natürlich auch gerne beantwortet.