Wien fördert das Erlernen der Sprache
Ohne Sprachkenntnisse geht gar nichts. Daher fördert Wien die Kinder schon von klein auf. Auch später werden Kinder, die es benötigen, unterstützt.
Früh übt sich, wer MeisterIn werden will.
Der Wortschatz, das Sprachverständnis und die Aussprache: Schon im Kindergarten wird den Kleinen die Sprache nähergebracht. KindergartenpädagogInnen untersuchen genau, ob Mädchen und Buben diese Fähigkeiten beherrschen. Im letzten Kindergartenjahr, das seit Herbst verpflichtend ist, gibt es ein sogenanntes „Screening“. Das geschieht spielerisch und kindgerecht. Erkennen die PädagogInnen Schwierigkeiten, fördern geschulte MitarbeiterInnen die Kinder gezielt.
Benötigen die Kinder nach diesem letzten Kindergartenjahr noch weitere Förderung, besuchen sie ein Jahr lang eine Vorschulklasse. Somit bekommt jedes Kind, wenn notwendig, zwei Jahre Frühförderung und mit ausreichend Deutschkenntnissen in die Schule.
Kurse für „SeiteneinsteigerInnen“
Manche Kinder treten erst später in das österreichische Schulsystem ein. Meist sind es Mädchen und Buben mit Migrationshintergrund. Sind ihre Deutschkenntnisse nicht ausreichend, bekommen sie eine spezielle Förderung. Elf Stunden pro Woche erhalten sie an Wiens Volksschulen und KMS/Hauptschulen sogenannte „SeiteneinsteigerInnen“-Kurse. Die Kurse finden zusätzlich – neben dem muttersprachlichen Unterricht und zu den BegleitlehrerInnen, die den Kindern zur Verfügung stehen – statt. Die Sprachförderkurse besuchen maximal acht bis 15 Kinder.
Derzeit sind 3.600 Kinder in diesen Kursen. Finden sich die Kinder in der Sprache zurecht, brauchen aber noch Unterstützung im Unterricht, bekommen sie ein Jahr lang die „nachhaltige Sprachförderung“.
Genaue Dokumentation
Die Fortschritte der Kinder werden genau dokumentiert. So zeigt sich, ob das Kind in gewissen Teilbereichen gezielt trainiert werden muss. Die SprachförderlehrerInnen melden am Jahresende in einer Schlussdokumentation, in welcher Stufe sich das Kind befindet.
LehrerInnen, die im Rahmen dieser speziellen Sprachförderung Kinder nicht-deutscher Muttersprache unterrichten, bekommen auf das Konzept abgestimmte zusätzliche Fortbildungsveranstaltungen angeboten.